Crowdfunding

2021

Kochprojekt

1000 Dank!

Unsere Crowdfunding-Kampagne auf der
Plattform "StartNext" war erfolgreich

Am 1. April 2021 ist unsere Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform „StartNext“ gestartet – mit dem Ziel, ein nachbarschaftliches Küchenmobil für Mülheim-Nord zu beschaffen. Gestern nun ist die zweimonatige Kampagne dank eurer Hilfe mit großem Zuspruch als voller Erfolg geendet.

Wir sind überwältigt von der positiven Resonanz, die wir für das Küchenmobil erfahren haben und danken euch für die großartige Unterstützung! Dank eurer Unterstützung war es uns möglich, den Küchenaufbau bei der p3 Werkstatt in Auftrag zu geben sowie den motorisierten Fahrradanhänger zu bestellen. Mit insgesamt 158 Unterstützungen auf unserer Kampagnenseite konnten wir innerhalb von 61 Tagen 16.568 Euro einsammeln. Herzlichen Dank!

Für uns ist das, was wir gemeinsam geschafft haben, eine wunderbare Erfahrung und zugleich Antrieb, weiter engagiert die gemeinwohlorientierte Entwicklung in Köln Mülheim-Nord zu stärken. Wir freuen uns, bald mit euch loslegen zu können. Bis zu unserer ersten Kochaktion, die wir feierlich gestalten werden: bleibt dran und seid gespannt!

Zuletzt möchten wir auch unseren offiziellen Kooperationspartner*innen und Unterstützer*innen sehr für den Rückhalt und Support danken.

Für das nachbarschaftliche Kochprojekt konnten die GAG Immobilien AG, die Sozialraumkoordination Mülheim-Nord/Keupstraße und das Kolpingwerk Diözesanverband Köln als Partner gewonnen werden. Unterstützt wird das Projekt von dem gesundheitsladen köln e.V. Über das Projekt berichteten bereits WDR 2 und der Kölner Stadtanzeiger.

Crowdfunding

2021

Kochprojekt

Crowdfundingkampagne 2021 Kochprojekt

Wie geht's?

Das nachbarschaftliche Küchenmobil
im Nordquartier kocht mit und für Euch!

Unser Veedel – ein „Problemveedel“ mit Entwicklungsbedarf? Mag sein, doch wir sprechen lieber über Lösungen. Mit unserer vollfunktionsfähigen und individuell gestalteten mobilen Küche, welche auf einem Anhänger aufsitzt und mit einem Fahrrad gezogen wird, werden wir einmal pro Woche mit und für unsere Nachbarinnen und Nachbarn draußen vor Ort leckere und gesunde Mahlzeiten zubereiten und verteilen. 

Foto: Heike Towae

„Wir drehen den Spieß um, denn wir machen Quartiersentwicklung von unten. Wir haben den Blick der BewohnerInnen. Wir setzen uns ein für ein lebenswertes Mülheim-Nord!“

Wir glauben, dass einfache Menschen wie wir etwas wirkungsvolles in der Quartiersarbeit bewegen können. Wir, als Nachbarinnen, haben den Blick der BewohnerInnen – wissen wo der Schuh drückt. Mit ungezwungenen und unbürokratischen Aktionen, wie mit unserem Küchenmobil „Wie geht’s?“, bringen wir die Menschen auf Augenhöhe zusammen und unterstützen uns gegenseitig – sei es in einer Krise wie die Corona-Pandemie oder wenn am Ende des Monats der Geldbeutel leer ist. Oder wenn man einfach jemanden zum Klönen braucht.

Was ist los? Unser Veedel - ein „Problemveedel“?

Mülheim-Nord zählt circa 7.800 Einwohner und ist geprägt durch die Schließung vieler Industriegebiete Mitte der 80er Jahre. Zahlreiche Gastarbeitende kamen ins Quartier um einen Arbeitsplatz zu finden. Der Strukturwandel führte zu einer überdurchschnittlich hohen Arbeitslosigkeit, welche bis heute anhält. Menschen mit unterschiedlichem sozio-ökonomischen Status, Herkunft und Alter teilen sich hier einen ge- meinsamen Lebensraum. Doch die Aussicht für die Bewohnerschaft ist weniger attraktiv: zu wenig Arbeit und Wohnungen, überdurchschnittlich viele Alleinerziehende, unbelebter öffentlicher Raum, wenig Auswahl an Essensmöglichkeiten, schließlich Angst vor der Prekarisierung einerseits und der Gentrifizierung andererseits. Nun stellt sich die Frage: was können wir als einzelne Bürger tun?

Foto: Beate Bleck
Foto: Heike Towae

Wie geht’s? Erstens: Mit bürgerlichem Engagement anpacken!

Foto: Heike Towae
Foto: Beate Bleck

Im April 2020 befand sich die Menschheit in einer Schock-Starre. Die Corona-Pandemie legte die gesamte Gesellschaft lahm, der erste Lockdown stand vor der Tür. Zu der Zeit wurden auch in Köln Mülheim-Nord die Kitas und Schulen geschlossen. Ebenso einer der zwei sich hier befindenden Ausgabestellen der Tafel war dicht. Das heißt: Keine kostenlose warme Mahlzeit für diejenigen, die sich in prekären Lebensituationen befinden oder kurz davor sind, hineinzurutschen. Keine sozialen Interaktionen außerhalb der eigenen vier Wände. Keine positiven Anreize, hinaus zu gehen. Die alamierende Situation vor Ort war wie ein Weckruf für Gabi Schönau, eine langjährige Stadtteilakteurin und Bewohnerin hier im Veedel. Sie entschloss sich anzupacken – schließlich hocken wir gemeinsam in der Krise. Kurzerhand organsierte sie ein Lastenrad, einen Pavillon und einen Caterer. Das Projekt bekam den Namen „Tischlein Deck Dich“. Spontan saßen wir, Gabi, Cora und Julia, drei Nachbarinnen, an Gabi’s Küchentisch. Wir waren bereit mitanzupacken – sechs Hände schaffen mehr als zwei. Gemeinsam verteilten wir also draußen vor Ort zwei Monate lang kostenlos 100 Mahlzeiten an alle, die Hunger hatten. Finanziell unterstützt wurden wir von der GAG Immobilien AG, der Bezirksvertretung und der SparkassenStiftung KölnBonn. Das Essensangebot war ein Erfolg, denn die BewohnerInnen fragen uns seither: „Wann macht Ihr endlich weiter?“

Fotos: Heike Towae

Zweitens: Die Idee weiterentwickeln und ausbauen!

Und jetzt kommt ihr ins Spiel: Um unseren NachbarInnen endlich sagen zu können, dass es weiter geht, brauchen wir Eure Unterstützung. Mit unserer vollfunktionsfähigen und individuell gestalteten mobilen Küche, welche auf einem Anhänger aufsitzt und mit einem E-Bike gezogen wird, brodelt die Veedelsküche wieder in der Nachbarschaft. An unterschiedlichen Plätzen werden wir gemeinsam mit einer Köchin oder einem Koch einmal pro Woche mit und für unsere Nachbarinnen und Nachbarn eine einfache und gesunde Mahlzeit zubereiten. Der Preis ist fair gestaltet – die Einen zahlen mehr, die Anderen weniger. Natürlich wird das Essen mit Ab- stand und vorliegendem Hygienekonzept verteilt.

Fotos: Heike Towae
Fotos: Heike Towae

Drittens: Mittendrin sein, dort wo die Menschen sind und sich wohlfühlen!

Fotos: Heike Towae

Üblicherweise finden Kochkurse in Schulküchen oder geschlossenen Räumen statt. Für unser gemeinwesenorientiertes Projekt sind die Straßen, Parks und öffentlichen Plätze Dreh- und Angelpunkt, eben dort, wo sich unsere Nachbarinnen und Nachbarn tagtäglich aufhalten. Mit unserem Kochrad schaffen wir ein niederschwelliges Angebot, das sich an die gesamte Bewohnerschaft richtet. Unser Küchenmobil ist bewusst nicht an eine Maßnahme der Sozialpolitik gebunden – sondern wir ergänzen die Daseinsvorsorge. Frei nach dem Motto: Von Nachbarn – für Nachbarn!

„Wir drehen den Spieß um, denn wir machen Quartiersentwicklung von unten. Wir haben den Blick der BewohnerInnen. Wir setzen uns ein für ein lebenswertes Mülheim-Nord!“

Drei Nachbarinnen

Drei Nachbarinnen

Wir, Gabi, Cora und Julia, drei Nachbarinnen aus dem Sozialraum Mülheim-Nord, saßen wieder zusammen an Gabi’s Küchentisch. Wir hatten Lust nach dem Projekt „Tischlein Deck Dich“ weiterzumachen, nicht still sitzen zu bleiben. Dann -zack- die Idee mit dem Folgeprojekt „Wie geht’s?“. Jetzt gründen wir einen gemeinnützigen Verein, bündeln unsere Kräfte für das Mülheimer Küchenmobil und wollen die Idee, Realität werden lassen. Dafür brauchen wir Eure Unterstützung! Ihr fragt Euch: wer sind denn überhaupt diese drei Nachbarinnen? Wir stellen uns vor!

Foto: Heike Towae

Gabriele Schönau
Dipl. Ökotrophologin

Foto: Heike Towae

Gabriele Schönau, Dipl. Ökotrophologin und Mitglied des Vereins „Wir im Nordquartier e.V.“ engagiert sich seit über dreißig Jahren beruflich und persönlich für ein lebenswertes Mülheim-Nord. Mit ihren sozialen, umweltpolitschen und kulturellen Aktionen
im öffentlichen Raum, sozusagen draußen vor ihrer Türe, wurde Gabi zu einer wichtigen Treibkraft in der Quartiersentwicklung. Für das Umweltpilotprojekt 2011 „Hallo Nachbar, danke schön!“ war sie Ansprechpartnerin vor Ort für die Bewohnerschaft und deren Belange. Seit 2009 ist sie im Vorstand des Vereins „nachbarschaft köln-mülheim-nord e.V.“, welcher sich u.a. in Zusammenarbeit mit weiteren Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aktiv für die Pflege und Entwicklung der Umwelt, Bildung, Kunst und Kultur im Veedel einsetzt. Angetrieben von ihrem, wie es scheint, unermüdlichen Engagement und großem Einfühlungsvermögen für die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen, entwickelte die 60-Jährige die Projektidee für das Kochrad. Ihre tiefe Verankerung im Veedel und ihr weitreichendes Netzwerk ist ein wichtiger Grundstein für das Projekt.

Foto: Heike Towae

Cora Pohl
Mediengestalterin und Mutter

Cora Pohl, Mutter von zwei Kindern, Mediengestal- terin und Mitglied des Vereins „Wir imNordquartier e.V.“ wohnt mit ihrer Familie seit über vier Jahren in Mülheim-Nord. Ihre ersten Berührungspunkte mit der Quartiersarbeit machte sie in Zusammenarbeit mit Gabi und vereinzelten Aktionen in der Nachbarschaft. Dort und mit ihrer Mutterschaft erkannte sie, wie wichtig es ist, ein funktionierendes Umfeld um sich zu haben und welchen Mehrwert dieses bietet. Nicht nur für das eigene Familienleben, sondern auch für ihre Mitmenschen. Für Cora war das ein entscheidender Wendepunkt und sie stellte sich die Frage: „Wie kann ich mich in Zukunft persönlich und auch beruflich für einen stärkeren sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt hier im Quartier einsetzen?“ Für die 32-Jährige ist das Kochrad ein zukunftsfähiges Projekt, mit dem mehrere soziale, gesundheitliche und gesellschaftliche Aspekte gleichzeitig verbunden sind: Wissensvermittlung von gesunder Ernährung an unsere jüngere Generation, Präsenz im Veedel, Anlaufstelle in der Nachbarschaft für offene Gespräche und nicht zuletzt unseren Kindern eine lebenswerte Umgebung für die Zukunft zu schaffen.

Foto: Heike Towae
Foto: Heike Towae

Julia Scherzl
Social Designerin

Foto: Heike Towae

Julia Scherzl, Social Designerin und Mitglied des Vereins „Wir im Nordquartier e.V.“, ursprünglich aus einem Mini-Dorf in Oberbayern, zog vor zwei Jahren nach Mülheim-Nord. Die 27-Jährige Designerin setzt einen Schwerpunkt auf stadtentwicklungspolitische Themen. Ihr ist es ein Anliegen, den Bewohnerinnen und Bewohnern zu zeigen, dass städtischer Raum von Menschenhand gemacht ist und dass er veränder- und gestaltbar ist. Julia entwickelte 2020 das Kunst- und Partizipationsprojekt „Sunflower Evolution“ für die Kinder aus Mülheim-Nord mit. Die Designerin verwandelte gemeinsam mit den Kindern eine triste Straße in ein Blumenmeer aus 1000 Sonnenblumen. Das Projekt wurde gefördert vom Verfügungsfonds „Starke Veedel – Starkes Köln“. Für Julia ist das Küchenmobil „Wie geht’s?“ eine Chance für das Veedel und deren Bewohnerschaft. Es braucht positive Impulse und ein inspirierendes Umfeld für die Entwicklung eines Stadtviertels. Das muss auf Augenhöhe mit den Nachbarinnen und Nachbarn geschehen.

Folge uns auf Instagram und Facebook und erfahre noch mehr über Mülheim-Nord, das Küchenmobil und uns.“

Bisher konnten wir folgende KooperrationspartnerInnen für unser Projekt gewinnen: Die GAG Immobilien AG, das Kolpingwerk im Erzbistum Köln e.V. und die Sozialraumkoordination Mülheim-Nord/Keupstraße.

Unser Projekt wird unterstützt von: gesundheitsladen köln e.V.